Atmen verboten!

Seit gestern ist Buenos Aires von einem dichten Qualm bedeckt, man will kaum noch atmen! Der Rauch stammt von Feldbränden aus dem Norden von Buenos Aires. Bisher heißt es, der Rauch sei nicht giftig. Na das hoffe ich mal, muss ja schließlich ab und an mal atmen! Der Wind steht zur Zeit so ungünstig, dass der Qualm direkt in die Stadt geweht wird. Regen ist auch nicht in Sicht, der Wind kommt weiterhin aus dem Norden. In den letzten Tagen wurden auch schon Straßen gesperrt wegen den schlechten Sichtverhältnissen, nachdem es zuvor bereits zu mehreren Unfällen gekommen war.

Der Ausblick von meinem Balkon präsentierte sich heute morgen so:

Vernebelter Ausblick

Und woher das ganze Drama? Laut Zeitungsberichten haben Bauern im Norden im Parana-Delta einige Felder auf den Inseln angezündet, um diese auf schnellem Wege von Gras und Büschen zu befreien, so wie sie es leider jedes Jahr machen. Nur ist das Feuer dieses Mal offenbar außer Kontrolle geraten. Dabei soll es sich um fast 300 Brände auf über 70.000 Hektar Land handeln! Und da die Inseln in dem Delta so schlecht zugänglich sind, versucht die Feuerwehr mit Hubschraubern und Wassertanks, die Brände zu löschen - bisher wenig erfolgreich.

Ich dachte ja immer, die “gute Luft” der gleichnamigen Stadt hier sei schon schlimm. Aber so wie es jetzt ist, möchte man gar nicht atmen. Am schlimmsten war es heute im Bus auf dem Weg zur Sprachschule. Rauch in der Luft und Abgase vermischen sich zu einer Suppe.

Uff, na dann mal flach atmen und hoffen, dass bald wieder ein frischer Wind weht!

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